Berufsorientierung an Schulen ist für viele Betriebe eine Blackbox: Man weiß, dass sie stattfindet, aber selten, wie genau, und noch seltener, wie man selbst hineinkommt. Dabei liegt genau hier eine der wirksamsten Möglichkeiten, frühzeitig mit Jugendlichen in Kontakt zu treten, lange bevor eine Stellenanzeige überhaupt geschaltet wird.
Wie Berufsorientierung an Schulen heute abläuft
Schulen sind verpflichtet, Berufsorientierung anzubieten, meist über Praktikumswochen, Projekttage, Berufsfelderkundungen oder einzelne Unterrichtseinheiten. In der Praxis stemmen Lehrkräfte diese Aufgabe oft zusätzlich zum regulären Unterricht, ohne festen Kontakt zu einer ausreichenden Zahl an Betrieben. Genau an dieser Stelle klafft eine Lücke: Die Schule braucht Praxispartner, findet aber nicht genug davon.
Warum Lehrkräfte Betriebe suchen, sich aber selten melden
Lehrkräfte haben in der Regel keine Zeit, systematisch Betriebe zu akquirieren, Ansprechpersonen zu recherchieren und Termine zu koordinieren. Sie greifen deshalb meist auf bekannte Kontakte zurück, statt aktiv neue Betriebe anzufragen. Wer als Betrieb wartet, bis eine Schule von sich aus anruft, wartet oft vergeblich, selbst wenn echtes Interesse an einer Zusammenarbeit bestünde.
Drei Formate, mit denen Betriebe in Schulen sichtbar werden
- Der Berufeparcours, bei dem Jugendliche an einem Projekttag mehrere Berufe praktisch ausprobieren.
- Ein klassischer Betriebsbesuch, bei dem eine Schulklasse den Arbeitsalltag vor Ort erlebt.
- Der Praxistag im Betrieb, der aus einem ersten Kontakt einen konkreten Kennenlern-Termin macht.
So nehmen Sie Kontakt zu einer Schule auf
Der Erstkontakt zur Schule scheitert selten am Desinteresse, sondern an der Form. So gehen Sie vor:
- Die richtige Ansprechperson finden: Fragen Sie im Sekretariat nach der Lehrkraft, die für Berufsorientierung zuständig ist. An fast jeder weiterführenden Schule gibt es diese Rolle.
- Ein konkretes Angebot machen: Statt „Wir würden gern mal zusammenarbeiten“ besser: „Wir können im Frühjahr eine Klasse für einen Vormittag in unseren Betrieb einladen“ oder „Wir stellen an Ihrem Projekttag einen Stand mit einer Mitmach-Aufgabe“. Konkrete Angebote lassen sich annehmen, vage Absichtserklärungen nicht.
- Verlässlich bleiben: Lehrkräfte planen Schuljahre im Voraus. Wer einmal zusagt und abspringt, ist als Partner verbrannt. Lieber klein anfangen und halten, was man verspricht.
Was Betriebe von der Zusammenarbeit haben
Der Nutzen geht über den einzelnen Termin hinaus: Eine Lehrkraft, die Ihren Betrieb kennt und ihm vertraut, empfiehlt Sie aktiv weiter, wenn Schüler nach Praktikumsplätzen fragen, und das Jahr für Jahr. Dieser Empfehlungskanal ist kostenlos, glaubwürdig und erreicht genau die Jugendlichen, die gerade in der Orientierungsphase stecken. Betriebe mit gewachsenen Schulkontakten berichten, dass ein erheblicher Teil ihrer Bewerbungen inzwischen über diesen Weg kommt, ohne dass eine einzige Anzeige geschaltet wurde. Der Aufbau kostet am Anfang etwas Geduld, zahlt sich aber über Jahre aus.
BOeasy als Brücke zwischen Schule und Betrieb
Genau diese Lücke zwischen Schulbedarf und Betriebsangebot schließt BOeasy organisatorisch. Beim Projekttag im September 2025 in Lübeck kamen 9 Betriebe und 4 Schulen zusammen, und 76 Prozent der teilnehmenden Jugendlichen bewerteten den Berufeparcours im Anschluss als gut bis sehr gut. Über 70 Prozent wünschten sich sogar eine Wiederholung. Solche Zahlen zeigen: Wenn die Organisation stimmt, wollen sowohl Schulen als auch Jugendliche mehr davon, nicht weniger.
Für Betriebe bedeutet das einen direkten, unkomplizierten Zugang zu genau der Zielgruppe, die sie sonst mühsam über Stellenanzeigen suchen müssten. Wie sich dieser Zugang konkret organisieren lässt, zeigen die Pakete für Betriebe.
Nicht aus Lübeck? BOeasy ist in Lübeck gestartet — das Modell funktioniert überall, wo Betriebe Nachwuchs suchen. Ob als Betrieb oder als Partner, der das Konzept in seine Region holen will: Hinterlassen Sie hier Ihr Interesse für Ihre Stadt.




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