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Schülerpraktikum Lübeck: So klappt es im Handwerk

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Ein Schülerpraktikum in Lübeck zu finden ist leichter, als viele denken. Du brauchst keinen perfekten Lebenslauf und keine besonderen Beziehungen. Du brauchst etwas Mut und einen Plan. Wir von BOeasy sind eine ehrenamtliche Initiative aus Lübeck und bringen Jugendliche der 8. und 9. Klasse mit Ausbildungsbetrieben zusammen. Hier steht, wie du an einen Platz im Handwerk kommst und was du dort am besten machst.

Warum sich ein Praktikum im Handwerk lohnt

Im Handwerk siehst du am Ende des Tages, was du geschafft hast. Eine Wand ist gestrichen, ein Geländer steht, eine Lampe leuchtet. Das fühlt sich anders an als sechs Stunden Unterricht.

Außerdem findest du heraus, was dir liegt. Vielleicht merkst du, dass du gern draußen arbeitest oder dass dir genaues Messen Spaß macht. Vielleicht merkst du auch, dass der Beruf nichts für dich ist. Auch das ist ein Ergebnis, denn ein ehrliches Nein bringt dich bei der Berufswahl genauso weiter wie ein Ja.

Und noch etwas: Ein Betrieb, der dich im Praktikum erlebt hat, kennt dich. Das hilft dir später bei der Bewerbung um eine Ausbildung.

Schülerpraktikum Lübeck: vier Wege zu deinem Platz

Selbst anrufen oder vorbeigehen

Das kostet Überwindung. Es wirkt aber. Ein Handwerksbetrieb merkt sofort, ob jemand selbst anfragt oder ob die Eltern vorgeschickt wurden. Überleg dir vorher zwei Sätze: wer du bist, in welche Klasse du gehst, wann das Praktikum sein soll. Mehr braucht es am Anfang nicht.

Deine Lehrkraft fragen

An vielen Schulen gibt es Lehrkräfte, die sich um die Berufsorientierung kümmern. Sie wissen, welche Betriebe schon Praktikantinnen und Praktikanten aus deiner Schule hatten. Frag einfach nach.

Eltern und Bekannte fragen

Wer ein Praktikum in Lübeck für Schüler sucht, vergisst oft das Naheliegende. Deine Eltern, Nachbarn, der Trainer im Verein: Irgendjemand kennt fast immer jemanden, der in einem Handwerksbetrieb arbeitet. Anrufen musst du trotzdem selbst.

Über BOeasy: den Betrieb erst kennenlernen

Einen Praktikumsplatz im Handwerk zu finden fällt leichter, wenn du den Betrieb schon einmal getroffen hast. Dafür gibt es bei uns zwei Bausteine. Beim Berufeparcours zeigen Betriebe ihre Berufe an Stationen zum Anfassen. Du bist im Dreierteam unterwegs, bleibst etwa 15 bis 20 Minuten an jeder Station und löst Aufgaben, von leicht bis schwer. Wer an einer Station Feuer fängt, trägt sich dort für den Praxistag ein und arbeitet einen Tag lang im Betrieb mit.

Danach bist du für den Betrieb kein Fremder mehr. Die Frage nach einem Praktikum ist dann nur noch ein kleiner Schritt.

Diese Berufe waren beim Parcours 2026 dabei

Bei den Projekttagen 2026 Anfang September in der DIELE in der Mengstraße haben Lübecker Betriebe acht Berufe vorgestellt:

  • Schlosser und Metallbauer
  • Glaser
  • Schornsteinfeger
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Maurer, Fliesen- und Sanierungsarbeiten
  • Orthopädieschuhmacher
  • Elektrotechnik
  • Maler

Dazu kamen drei Teststationen: Körperliche Belastbarkeit, Räumliches Sehen und 5 Sinne. Die Auswertung läuft, die Rückmeldungen fließen in die Planung 2027 ein.

Dein erster Tag im Betrieb

Sei pünktlich. Lieber zehn Minuten zu früh vor der Tür stehen als eine Minute zu spät hineinstolpern. Stell dich mit deinem Namen vor.

Dann gilt: mitmachen statt zuschauen. Niemand erwartet, dass du etwas kannst. Aber alle sehen, ob du anpackst oder am Rand stehst und aufs Handy schaust. Wenn du etwas nicht verstehst, frag nach. Fragen zeigen Interesse, und im Handwerk ist eine Frage besser als ein falsch gesägtes Brett.

Pack am Abend vorher deine Sachen:

  • feste Schuhe
  • Kleidung, die schmutzig werden darf
  • Essen und Trinken
  • einen Notizzettel und einen Stift

Wenn du krank wirst oder aus einem anderen Grund nicht kommen kannst, sag rechtzeitig ab. Am Telefon, nicht per Nachricht über drei Ecken. Der Betrieb hat sich auf dich eingestellt.

Was du am Ende fragst

Der letzte Tag ist der wichtigste Moment, und viele lassen ihn verstreichen. Bedank dich. Dann frag direkt, ob ein weiteres Praktikum oder später eine Ausbildung möglich ist. Das ist nicht aufdringlich. Betriebe suchen Nachwuchs und freuen sich, wenn jemand sagt: Das hat mir gefallen, ich würde gern wiederkommen.

Schreib dir auf, mit wem du gesprochen hast. Wie aus einem Praktikum eine Lehrstelle werden kann, beschreiben wir im Beitrag vom Praktikum zur Ausbildung.

Für Eltern: helfen, ohne zu übernehmen

Liebe Eltern, Sie dürfen Ideen geben, Kontakte nennen und den Anruf vorher mit Ihrem Kind durchsprechen. Den Anruf selbst sollte Ihr Kind führen. Betriebe achten darauf, und für Jugendliche ist es ein erster Erfolg, bevor das Praktikum überhaupt beginnt.

Fragen Sie abends nach, was gut war und was nicht. Und bleiben Sie offen, wenn es ein Beruf wird, den Sie selbst nie im Blick hatten.

Du möchtest beim nächsten Berufeparcours und Praxistag dabei sein? Mitmachen kannst du über deine Schule: Sprich deine Lehrkraft an oder schreib uns an team@boeasy.de. Alle Wege zu uns findest du auf der Kontaktseite von BOeasy.

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