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Ausbildungsplätze unbesetzt: 7 Gründe, warum Betriebe keine Azubis finden

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Der Ausbildungsplatz ist ausgeschrieben, die Frist läuft, und trotzdem kommt keine Bewerbung. Viele Betriebe, die keine Azubis finden, suchen die Ursache zuerst beim Fachkräftemangel oder bei „den jungen Leuten von heute“. Tatsächlich liegen die Gründe oft näher, als man denkt, und ein ehrlicher Blick auf die eigene Praxis zeigt meist schnell, wo es hakt.

Warum Betriebe keine Azubis finden: 7 ehrliche Gründe

Lesen Sie die folgende Liste als Selbstcheck. Bei welchem Punkt nicken Sie unwillkürlich?

  • Unsichtbarkeit: Der Betrieb taucht bei der Berufsorientierung an Schulen schlicht nicht auf. Gegenmittel: aktiv auf Schulen und Projekttage zugehen, statt auf Bewerbungen zu warten.
  • Falsche Kanäle: Die Stellenanzeige hängt am Schwarzen Brett, aber Jugendliche informieren sich über Social Media und persönliche Empfehlungen. Gegenmittel: dort präsent sein, wo die Zielgruppe wirklich ist.
  • Späte Reaktion: Zwischen Bewerbung und Rückmeldung vergehen Wochen, in denen sich der Jugendliche längst woanders entschieden hat. Gegenmittel: feste Reaktionszeiten von wenigen Tagen einhalten.
  • Kein Praktikumsangebot: Wer nie ein Schülerpraktikum anbietet, verpasst den stärksten Kanal, um Jugendliche unverbindlich kennenzulernen. Gegenmittel: Praktikumsplätze aktiv bewerben, nicht nur passiv anbieten.
  • Abschreckende Stellenanzeige: Lange Anforderungslisten und Behördendeutsch wirken auf 15-Jährige wie eine Wand. Gegenmittel: einfache Sprache, konkrete Aufgaben, echte Fotos statt Stockmaterial.
  • Fehlende Eltern-Ansprache: Eltern reden bei der Berufswahl mit, werden aber selten adressiert. Gegenmittel: Informationen auch für Eltern verständlich bereitstellen.
  • Kein Alleinstellungsmerkmal: Wenn jede Anzeige gleich klingt, entscheidet am Ende der Zufall. Gegenmittel: klar sagen, was den Betrieb als Ausbildungsplatz besonders macht.

Der Selbstcheck: Wo steht Ihr Betrieb wirklich?

Die ehrliche Antwort ist selten „nirgends betroffen“. Meist zeigen sich zwei oder drei Punkte, die sich mit überschaubarem Aufwand verbessern lassen. Der erste Schritt ist nicht mehr Budget, sondern eine realistische Bestandsaufnahme: Wo taucht der Betrieb bei Jugendlichen überhaupt auf, und wo herrscht Funkstille?

Der 10-Minuten-Selbstcheck für Ihren Betrieb

Bevor Sie neue Maßnahmen planen, lohnt sich eine kurze Bestandsaufnahme. Beantworten Sie die folgenden Fragen ehrlich, am besten gemeinsam mit der Person, die bei Ihnen Bewerbungen bearbeitet:

  • Wann hatten Sie zuletzt direkten Kontakt zu einer Schule in Ihrer Region?
  • Wie schnell bekommt ein Bewerber bei Ihnen eine erste Rückmeldung, gemessen in Tagen?
  • Findet ein Jugendlicher auf Ihrer Website in unter einer Minute heraus, ob Sie ausbilden und an wen er sich wenden kann?
  • Haben Sie im letzten Jahr mindestens einem Schüler ein Praktikum ermöglicht?
  • Würde Ihre aktuelle Stellenanzeige auch ein 15-Jähriger verstehen, der Ihren Beruf noch nicht kennt?

Jede Frage, die Sie mit Nein oder Zögern beantworten, markiert eine konkrete Baustelle. Der Vorteil dieser Übung: Sie zeigt sofort, wo anzusetzen ist, ohne dass Sie erst eine große Analyse beauftragen müssen.

Ein typisches Beispiel aus der Praxis

Ein Malerbetrieb mit voller Auftragslage wundert sich seit zwei Jahren über ausbleibende Bewerbungen. Die Stellenanzeige hängt bei der Arbeitsagentur, die Website nennt die Ausbildung in einem Nebensatz, Schulkontakt gibt es keinen. Aus Sicht des Betriebs ist „der Markt leer“. Aus Sicht eines Jugendlichen in derselben Stadt existiert dieser Betrieb schlicht nicht, denn er taucht an keiner Stelle auf, an der sich Jugendliche tatsächlich orientieren. Beide Wahrnehmungen fühlen sich richtig an, aber nur eine davon lässt sich ändern: die Sichtbarkeit. Genau deshalb steht die Frage „Wo begegnen uns Jugendliche überhaupt?“ vor jeder anderen Maßnahme, denn ohne diese Begegnung laufen auch die beste Anzeige und das beste Ausbildungskonzept ins Leere.

Kennenlernen vor Bewerbung: Das BOeasy-Prinzip

Der wirksamste Hebel gegen fast alle sieben Ursachen ist derselbe: Betrieb und Jugendliche lernen sich kennen, bevor eine Bewerbungsmappe überhaupt zur Debatte steht. Genau darauf setzt BOeasy mit Berufeparcours auf Projekttagen und Praxistagen im Betrieb. Statt auf die perfekte Bewerbung zu warten, zeigen sich Betriebe direkt vor Ort und werden für Jugendliche und Eltern sichtbar. Welches der Pakete für Betriebe dafür passt, hängt davon ab, wie viel Reichweite und Begleitung Sie sich wünschen.

Nicht aus Lübeck? BOeasy ist in Lübeck gestartet — das Modell funktioniert überall, wo Betriebe Nachwuchs suchen. Ob als Betrieb oder als Partner, der das Konzept in seine Region holen will: Hinterlassen Sie hier Ihr Interesse für Ihre Stadt.

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